Öko-Modellregion: nachhaltig, ressourcenschonend, umweltverträglich

27. September 2019

Klasse statt Masse – damit ist im Prinzip schon beschrieben, was hinter der Öko-Modellregion „Stadt.Land.Augsburg“ steckt. Im Frühjahr war Stadt und Landkreis Augsburg der Titel „staatlich anerkannte Öko-Modellregion in Bayern" verliehen worden und nun gilt es, diese Auszeichnung mit Leben zu füllen.

Die SPD-Kreistagsfraktion hat dazu einen Antrag im Kreistag gestellt. „Gerade in den landkreiseigenen Liegenschaften müssen wir jetzt vorbildhaft agieren, denn mit einem Titel allein ist noch nichts erreicht“, erklärt Fraktionsvorsitzender Harald Güller.

In der Modellregion soll das Bewusstsein für mehr Bio-Produktion heimischer Lebensmittel wachsen, biolandwirtschaftliche Nutzungsformen sollen unterstützt und Kulturlandschaften erhalten werden. Bis 2020 ist eine Verdoppelung der Bioproduktion angestrebt. „Um das zu erreichen, müssen wir als Landkreis die Kommunen unterstützen und in unserem eigenen Wirkungsbereich zeigen, was möglich ist“, so Güller.

Strohschwein 2

Die SPD-Fraktion hatte schon vor geraumer Zeit zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft mit dem sogenannten „Strohschwein“ einen konkreten Versuch gestartet. Es ging darum, gentechnikfreies Fleisch einmal pro Woche in der Kantine im Landratsamt anzubieten. Dieser Versuch hatte leider aus verschiedensten Gründen nicht den erwünschten Erfolg und wurde nach kurzer Zeit eingestellt. Daran möchten die Genossinnen und Genossen anknüpfen. In allen landkreiseigenen Häusern, zum Beispiel Schulen, und dann in der Folge auch in den Beteiligungen des Landkreises, zum Beispiel in den Wertachkliniken, soll Essen in Bioqualität aus der Region in den Kantinen angeboten werden und zwar auch dann, wenn externe Dienstleister liefern.

Strohschwein

Anfang 2018, im Zuge der damaligen Glyphosatdiskussion, hatte die SPD-Kreistagsfraktion einen „Antrag auf eine glyphosatfreie Zone in unserem Landkreis“ gestellt und bittet nun die Verwaltung im Landratsamt, diesen Antrag nochmals mit Blick auf die Ziele der neuen Öko-Modellregion abzugleichen.

„Wir müssen natürlich auch klären, welche Ziele wir insgesamt, auch über die Förderperiode hinaus, erreichen wollen, wie viel Personaleinsatz nötig sein wird und so weiter“, erläutert SPD-Fraktionschef Harald Güller. Die Kontrolle der selbstgesteckten Ziele will die Fraktion ebenfalls vereinbaren. Absichtserklärungen reichen den Kreisrätinnen und Kreisräten der SPD nicht.

Zusammenfassend steht in dem SPD-Antrag: „Ein gentechnik-, glyphosat- und insgesamt möglichst schadstofffreier Landkreis mit einer hohen Dichte an regional vermarktenden und ökologisch wirtschaftenden Landwirten, die mit Klasse statt Masse ein gutes Einkommen erzielen können und gesunde Nahrungsmittel herstellen, die weder Mensch noch Umwelt belasten, darin sieht die SPD-Kreistagsfraktion den Sinn der Öko-Modellregion „Stadt.Land.Augsburg“. Nachhaltig, ressourcenschonend und umweltverträglich."

Antrag Öko-Modellregion (PDF, 342 kB)

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